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SVLG vergibt Derby-Heimsieg

Am Ende applaudierten die 360 Zuschauer in der Granseer Dreifelderhalle beiden Mannschaften tosend zu. Beim 3:2 (25:19, 25:18, 25:19, 25:20, 15:11)-Auswärtserfolg des PSV Neustrelitz in der 2. Bundesliga Nord im Brandenburg-MV-Derby gegen den SV Lindow-Gransee boten die zwei Teams einen wahren Volleyball-Krimi über 114 Minuten reine Spielzeit – mit dem besseren Ende für die Residenzstädter.

Dennoch gab es nach der Partie Lob von SVLG-Coach Peter Schwarz für seine Mannschaft: „Wir haben erwachsenen Volleyball gespielt und nehmen den Punkt gerne mit.“ In der Tabelle belegen die Grün-Weißen Rang fünf.

Dabei warteten die Hausherren in der Startaufstellung mit dem erst 17 Jahre alten Jantos Antonin Ritter auf. Dieser vertrat den verhinderten Zuspieler Ole Schwerin und machte seine Aufgabe – nach nur knapp zweiwöchigem Training im Vorfeld mit dem Team – mehr als gut. Am Ende wurde der 1,92 Meter große Volleyballer, der per Doppelspielrecht normalerweise für die zweite Mannschaft des VCO Berlin in der 3. Liga Nord spielt, als MVP (wertvollster Spieler) der Gastgeber ausgezeichnet. „Es war mein erstes Spiel in der 2. Volleyball-Bundesliga. Eine MVP-Medaille habe ich noch nie erhalten“, sagte der „Aushilfszuspieler“, „die bekommt bei mir einen Ehrenplatz.“

Mit einem gut aufgelegten Zuspieler dominierten die Grün-Weißen die ersten beiden Sätze, nutzten die zahlreichen Eigenfehler der Gäste aus und führten durch ein 25:19 und 25:18 schon mit 2:0. „Der PSV hat in der Anfangsphase nicht so den Aufschlagsdruck entfachen können. Unsere Annahme war stabil und wir haben die Punkte gemacht“, sagte der SVLG-Coach. Die Neustrelitzer, die die vergangenen beiden Derbys in der Vorsaison bereits gewannen, kämpften sich zurück in die Partie und erzwangen durch ein 25:19 und 25:20 den abschließenden fünften Satz. Denn ab dem dritten Durchgang fanden die Neustrelitzer, die auf Mittelblocker Paul Sprung verzichten mussten, zurück zu ihrem Spiel. „Es war eine ungewohnte Stimmung gegen uns.  Als unsere Annahme funktionierte, konnten wir unser gewohntes Spiel aufziehen“, resümierte PSV-Spieler Johannes Mönnich.

Im Tiebreak waren beide Teams auf Augenhöhe bis zum 10:9 für die Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern. Dann hatte der Lindower Sechser den Angriffen nichts mehr entgegenzusetzen und mit dem zweiten Matchball entschieden die Neustrelitzer das Match. „Der Stolz und die Freude überwiegt dennoch“, sagt Peter Schwarz. Dieser verteilte nach der Partie noch ein Extra-Lob an seinen Zuspieler: „Er hat ein Spielverständnis an den Tag gelegt, damit hätte ich niemals gerechnet.“ Der 17-Jährige hofft nach seinem Debüt auf weitere Einsätze: „Es war unfassbar. Ich bin mit meiner Leistung zufrieden und würde gerne wiederkommen“, sagte Jantos Antonin Ritter, der noch einen Extra-Beifall von den Fans bekam.

Text & Bild: © Matthias Schütt

Endlich wieder Heimspiel

Nach einer gefühlten Ewigkeit ging es für den SV Lindow-Gransee am Samstag wieder vor heimischer Kulisse ans Netz. Die Grün-Weißen sind gut in die Saison gestartet, auch wenn bisher nicht alle Wünsche in Erfüllung gingen.

Das gilt vor allem auch für die Personalsituation. Corona und andere Widrigkeiten setzten dem Team von Trainer Peter Schwarz dabei ordentlich zu.
Deshalb wusste Schwarz auch selbst noch nicht auf den Punkt, wo sein Team aktuell steht. Gegen die Hamburger, die zum ersten Mal in der 2. Bundesliga aufschlagen war es deshalb auch eine erneute Standortbestimmung.

Der Heimsechser kam gut ins Spiel und konnte im ersten Satz die deutlicheren Akzente setzen.
Auch im zweiten Satz hielt die Heimmannschaft den Aufsteiger auf Distanz und setzte sich letztlich mit 25:21 durch. Nachdem bereits alles nach einem 3:0 aussah, kamen die Gäste im dritten Satz noch einmal gut in Fahrt und zeigten, dass sie hier keinesfalls ohne Punkte abreisen wollten.

Das daraus nichts wurde, lag am sehr souveränen Auftritt der Lindower im 4. Satz, der mit 25:14 gewonnen wurde. Das Team fand sichtbar zurück in die Spur und konnte sich in allen Elementen steigern.

Einen nicht unwesentlichen Anteil am letztendlich deutlichen Sieg hatte wieder einmal das Publikum in Gransee. „Danke für den krassen Support und wir brauchen euch unbedingt wieder in dieser Lautstärke gegen Neustrelitz“, sagte ein sichtlich bewegter Trainer nach dem Spiel.

Text: © Dirk Schmidt

Kurzen Prozess gemacht: Lindow-Gransee schlägt Humann Essen

Schnell und für den Gegner schmerzhaft machten es die Volleyballer des SV Lindow-Gransee am Sonnabend. Das Team von Trainer Peter Schwarz fertigte Humann Essen ab.

Lindow/Gransee. Im Schnelldurchgang haben sich die Zweitliga-Volleyballer des SV Lindow-Gransee am Sonnabendabend zum ersten Sieg gespielt. Die Grün-Weißen besiegten vor 240 Zuschauern in der Granseer Dreifelderhalle den VV Humann Essen hochverdient, ungefährdet und in 66 Minuten mit 3:0 (25:22, 25:15, 25:16). Emotional war der Auftakt vor allem für den Rückkehrer Ole Schwerin, der auf der Zuspiel-Position anscheinend nichts verlernt hat und seine Mitspieler ein ums andere Mal mustergültig bediente. Auch Libero Martin Pomerenke, der nach längerer Verletzung noch immer nicht genug hat, fügte sich problemlos ins Gesamtkonstrukt ein.

Einer, der an seine Leistungen aus der Vorsaison direkt anknüpfen konnte, ist Felix Göbert. Der 25-jährige Diagonalspieler, der im letzten Jahr die meisten MVP-Nominierungen der gesamten Liga erhielt und somit wichtigster Spieler der Nordstaffel war, holte sich bei der Ehrung nach Spielschluss die nächste Medaille ab. „Das freut mich natürlich, ich habe aber Ole, Pommi oder Niklas Rudolf mindestens genauso stark gesehen“, erklärte der schlaggewaltige Göbert, der das Wolfsrudel in dieser Saison auch als Kapitän auf die Platte führt – und damit auf Eric Stadie folgt. Insgesamt habe der Zweitliga-Meister von 2015 und 2021 trotz der frühesten Saisonphase eine erwachsene Leistung gezeigt: „Wir haben uns gut vorbereitet, zuletzt auch einige Testspielgegner gehabt. Für den Auftakt, bei dem man oft nicht weiß, wo man steht, war das wirklich ordentlich.“

Der Start in die Partie verlief etwas holprig, doch recht schnell kamen die Hausherren in Schwung. „Bis zur Mitte des ersten Satzes ist es eine ausgeglichene Angelegenheit. Danach erarbeiten wir uns das eine oder andere Break und holen so den Satz nach Hause“, verriet SVLG-Trainer Peter Schwarz. Im zweiten Durchgang spielte der grün-weiße Sechser deutlich befreiter auf – und sicherte sich jenen auch in der Höh souverän. Anschließend warnte der Coach seine Schützlinge, dass der dritte Spielabschnitt der gefährlichste sein würde. „Weil du da erstmal mental da sein musst. Aber das haben die Jungs klasse gemacht“, lobte Peter Schwarz, der einen äußersten konzentrierten Auftritt des SV Lindow-Gransee vor einer lautstarken Heimkulisse sah.

Auch der Kapitän freute sich über den erfolgreichen Start in die Saison. „Bemerkenswert ist, dass wir noch einige Optionen in der Hinterhand haben. Adrian Klooss hätte zum Beispiel sicher auch gut zugespielt“, sagte Felix Göbert mit Blick auf den breiten Kader. Dass die Lindower Wölfe diesen in solch einer langen Saison brauchen, dürfte klar sein. „Nächste Woche in Kiel wird schon ein anderes Kaliber auf uns warten. Dort waren es immer enge und umkämpfte Duelle“, weiß Felix Göbert, der dennoch kämpferisch betont: „Verstecken brauchen wir uns nicht, der Auftaktsieg war schon mal wichtig für das Selbstbewusstsein. Mit uns ist zu rechnen.“


Text: © Marius Böttcher

Märkische Allgemeine Zeitung

Spielplan 22/23

Mit breitem Kader hoch hinaus

Die Volleyballer des SV Lindow-Gransee starten in die neue Zweitliga-Saison – Trainer Peter Schwarz traut seinem Team viel zu, sieht Mondorf aber ganz oben

Nur allzu gerne würde Peter Schwarz mit seinen Schützlingen an die Leistungen der letzten Rückserie anknüpfen. Doch der Trainer des Volleyball-Zweitligisten SV Lindow-Gransee dämpft vor dem Saisonauftakt am Sonnabend, wenn der VV Humann Essen ab 18 Uhr in der Granseer Dreifelderhalle zu Gast ist, die Erwartungshaltung: „Es ist schön, vor heimischer Kulisse und mit den eigenen Fans zu starten. Wir haben einen neuen Kader, eine neue Situation. Nach einer so langen Pause muss man erstmal wieder reinkommen.“ Und dennoch dürften die Grün-Weißen in der zwölf Mannschaften starken Nordstaffel eine gute Rolle spielen. Und genau deswegen legt der 29-jährige Coach seine verhaltene Art auch schnell ab und gibt sich kämpferisch: „Oben mitzumischen ist das deklarierte Ziel – und das werden wir auch tun.

Gleichwohl Peter Schwarz weiß, dass sein Team noch nicht an das Leistungsniveau anknüpfen wird, welches man zum Ende der Spielzeit 2021/22 hatte. Diese endete für die Lindower Wölfe auf dem siebten Rang, nachdem der Sechser zur Winterpause im Tabellenkeller kauerte. In Saisonhälfte Nummer zwei zeigte der damals amtierende Meister das wahre Gesicht, baggerte und pritschte sich von Sieg zu Sieg und vermies dem langjährigen Rivalen Moerser SC mit einem überraschenden Auswärtssieg im Ruhrpott unter anderem den Zweitliga-Titel. „Eine ganze Saison ist lang, wir werden uns auch steigern müssen. Wären wir jetzt schon bei 100 Prozent, würden wir keine gute Saison spielen“, erklärt Schwarz.

Auf die ersten Duelle – nach dem Heimauftakt gegen Essen reisen Kapitän Eric Stadie und Co. zum Kieler TV und empfangen den SV Warnemünde – sei das Wolfsrudel aber gut vorbereitet: „Es liegt eine gute Vorbereitungsphase hinter uns – verändert hat sich eigentlich nicht wirklich viel. Der Kader ist deutlich breiter, in der Spitze sind wir exzellent besetzt und können demnach auch Ausfälle, die man natürlich vermeiden möchte, gut kompensieren.“ 15-köpfig ist das grün-weiße Aufgebot, neben dem altbewährten Personal sind auch einige neue Gesichter zum Team gestoßen.

Außenangreifer Humberto Machacón ist der prominenteste Neuzugang, der nach einer Volleyball-Pause zurück auf der Platte ist. Der 32-jährige Kolumbianer hat Einsätze in der Nationalmannschaft seines Heimatlandes in der eigenen Vita stehen und war bis 2019 für Bundesligist Herrsching aktiv. Mit Nils Kaden ist ein talentierter Mittelblocker vom TSV Spandau neu beim SVLG. Rückkehrer sind Ole Schwerin (Zuspiel), Steffen Hitzek (geb. Drößler) auf Diagonal und Libero Martin Pomerenke, die noch immer oder wieder große Lust verspüren.

„Alle Neuzugänge machen auf ihre Art einen guten Eindruck, sind sehr lernwillig, auch die alten Haudegen, die schon mal da waren, freuen sich, dass sie der Mannschaft Impulse geben können“, betont Peter Schwarz. Der Mix stimmt beim SV Lindow-Gransee, doch ist der zweifache Zweitliga-Titelträger bereit für den dritten Streich? „Solang wir heiß sind und Spaß haben, ist alles drin. Einen Titel zu holen, hat aber auch etwas mit Glück zu tun. Wir sind entspannt“, sagt Schwarz, der dem amtierenden Meister TuS Mondorf auch die Favoritenrolle zuschiebt: „Ein sehr starker Kader, sie wollen ihren Titel verteidigen.“ Der VV Humann Essen ist die erste von 22 Hürden für das Wolfsrudel.


Text: © Marius Böttcher

Märkische Allgemeine Zeitung

Archiv 2021/22

Wendepunkt im 2. Satz

Peter Schwarz nahm sich nach dem 3:1 (21:25, 25:23, 25:12, 25:14)-Heimsieg gegen den USC Braunschweig beim obligatorischen Interview nach dem letzten Ballwechsel mehr Zeit als sonst. Entspannt lehnte sich der Trainer von Volleyball-Zweitligist SV Lindow-Gransee auf den Stehtisch. Er wollte noch etwas los werden, als die letzte Frage schon längst gestellt war, „Ich habe lange nicht mehr so eine geile Stimmung in der Halle erlebt, also so richtig geil“, rief der Coach den Granseer Fans zu. „Das war heute tatsächlich sehr, sehr ausschlaggebend.“

Die lautstarke Unterstützung der vollen Dreifelderhalle brauchten die Grün-Weißen nach ihrer zweiwöchigen Pause auch. Der erste Abschnitt ging am Samstagabend mit 25:21 an Braunschweig. Er habe sich schon gefragt, ob er es in der Trainingswoche mit Auf- schlag-Annahme etwas übertrieben habe, gab Schwarz einen Einblick. „Das ist ja der Klassiker, du trainierst und trainierst und dann flacht die Kurve total ab." Gransees Volleyballchef ahnte da schon, dass die Trauben gegen den USC hoch hängen: „Es ist ja noch nicht Weihnachten.“

Doch die Gastgeber legten im zweiten Durchgang eine spektakuläre Wende hin. Gerade im Auf- schlag-Annahme-Bereich hätten seine Spieler deutlich zugelegt, lobte Schwarz. „Wir haben ja im Druck gar nicht mehr nachgelassen. “ Kurz vor dem Satzende zogen jedoch zunächst die Gäste davon, ehe Mio Wüst den Meister zurück auf Augenhöhe brachte und schließlich nach einem packenden Ballwechsel auch den Satzball zum 25:23 verwandelte. Die Halle tobte vor Freude. Und die Hausherren ließen sich euphorisieren.

„Den zweiten Satz machst du nicht, wenn du nicht auch die Stimmung mit aufs Feld bringst“, hob Peter Schwarz die Bedeutung des Publikums in dieser spielentscheidenden Phase hervor. „Ihr seid ganz, ganz toll vorneweg gegangen, großer Dank dafür“, sagte er in Richtung der Fans.

Die Granseer spielten sich nach dem Satzausgleich geradezu in einen Rausch. In 19 Minuten holte man mit 25: 12 im Schnelldurchgang den dritten Abschnitt. Und auch im vierten Satz war beim 25:14 die Braunschweiger Gegenwehr zügig geknackt. Der SVLG will in dieser Saison noch zweimal so ein Volleyball-Fest in der eigenen Halle feiern: Im Nachholspiel gegen Schüttorf, wahrscheinlich am Ostersamstag, und beim Saisonfinale am 23. April gegen Kiel.


Text: © Christoph Brandhorst

Märkische Allgemeine Zeitung

Bild: © M. Haack (MOZ)

4. Sieg in Folge

Die Siegesserie des SV Lindow-Gransee geht weiter: Die grün-weißen Zweitliga-Volleyballer besiegten den Tabellenvorletzten VV Humann Essen am Samstagabend in der Granseer Dreifelderhalle mit 3:1 (29:27, 25:20, 20:25, 25:22). „Am Ende war es ein gelungener Arbeitssieg für uns", resümiert SVLG -Coach Peter Schwarz. Dabei sahen die 120 Zuschauer im ersten Durchgang einen harten Kampf am Netz. Der Heimsechser erwischte keinen guten Start in die Partie, lag fast durchgängig zurück und musste gar drei Satzbälle abwehren. Dies gelang dem amtierenden Meister jedoch mit Bravour und die eigene Chance zum 29:27 und dem zum 1:0 nutzte man. „Man hat gemerkt, dass wir nicht im Rhythmus waren und erst in die Partie finden mussten", analysiert der SVLG-Coach.

Im zweiten Abschnitt hatte Lindow-Gransee Gegner und Geschehen im Griff, in Satz drei kehrte dagegen wieder der Schlendrian ein. Anschließend jedoch sicherten sich die Schwarz-Mannen den verdienten Heimerfolg, nach welchem sich Außenangreifer Thomas Schmidt die MVP-Medaille in Gold für den wichtigsten Granseer Spieler abholen durfte. Dank des mittlerweile vierten Sieges in Folge, dem siebten in dieser Spielzeit, befindet sich der SVLG zunächst im gesicherten Mittelfeld. „Die Mechanismen greifen jetzt und die Mannschaft hat zueinander gefunden", sagt Peter Schwarz. Im Heimspiel am Sonnabend gegen den FC Schüttorf soll dann die Siegesserie der vergangenen Partien fortgesetzt werden.


Text: © Marius Böttcher

Märkische Allgemeine Zeitung

Bild: © Roland Möller

Schritt für Schritt aus dem Abstiegskampf

Die Zweitliga-Volleyballer des SV Lindow-Gransee feiern gegen Bocholt dritten Sieg in Serie und pirschen sich ans Mittelfeld heran

Aufwärtstrend bestätigt, die gegenwärtige Form untermauert: Die Zweitliga-Volleyballer des SV Lindow-Gransee (SVLG) haben in der Nordstaffel den dritten Sieg in Serie gefeiert und sich am Samstagabend vor 100 Zuschauern in der Granseer Dreifelderhalle verdient mit 3:1 (25:14, 25:19, 23:25, 25:17) gegen die Turner und Ballspieler (TuB) aus Bocholt durchgesetzt. „Es zahlt sich aus, Ruhe zu bewahren“, erklärte SVLG-Trainer Peter Schwarz. Noch vor wenigen Wochen war die Luft im Abstiegskampf extrem dünn, die lange Verletztenliste ließ Böses erahnen. Doch im grün-weißen Lager blieb man cool, das Vertrauen in die eigene Mannschaft und in die eigenen Stärken war jederzeit vorhanden. „Schritt für Schritt wird das besser, wir haben Kontinuität in unsere Leistung reinbekommen“, betonte Schwarz, dessen Schützlinge vom ersten Ballwechsel dominant auftraten. Mitte des ersten Satzes setzte sich der Gastgeber entscheidend ab und brachte diesen Durchgang problemlos über die Bühne – 25:14, 1:0.

Auch der zweite Spielabschnitt wurde trotz eines kleinen Hängers sicher ins Ziel gebracht – 25:19, 2:0. „In der Annahme und auch im Aufschlag war durchaus Luft nach oben. Aber die Jungs haben das schon sehr ordentlich gemacht“, lobte Schwarz. Vor allem Diagonalspieler Felix Göbert, der wieder zum wertvollsten Lindower Akteur gewählt wurde, brillierte laut seines Trainers: „Bei Felix läuft sehr viel sehr sauber zusammen. Er hat gefühlt jede Chance genutzt.“

Vom knappen Verlust des dritten Satzes (23:25) erholte sich der SVLG schnell, nach 101 Spielminuten waren die nächsten drei Zähler, durch die man sich an die Mittelfeldplätze heranpirscht, perfekt. „Es war ein Arbeitssieg. Dass wir nach und nach unsere nötigen Punkte holen, war abzusehen. Die Tabelle hatte lange wenig Aussagekraft, nun messen wir uns mit Teams, gegen die wir auch bestehen müssen.

Text: © Marius Böttcher

Märkische Allgemeine Zeitung

Raus mit Applaus: SV Lindow-Gransee unterliegt Erstligist Giesen 0:3

Volleyball-Zweitligist Lindow-Gransee steigert sich im Pokal-Achtelfinale gegen Erstligist Giesen von Satz zu Satz – eine klare Angelegenheit war es trotzdem.

Die Ehrenrunde vor den 150 Fans in der Granseer Dreifelderhalle ließ sich das Team nicht nehmen. Am Netz hatten die Zweitliga-Volleyballer vom SV Lindow-Gransee in nur knapp einer Stunde Spieldauer nicht viel zu melden, doch auch die Zuschauer wussten ganz genau, wie sie diese 0:3-Niederlage (7:25, 13:25, 19:25) einzuordnen hatten. Der Erstligist TSV Giesen Grizzlys war an diesem Abend im DVV-Pokal-Achtelfinale schlicht in ganz anderen Sphären unterwegs. Und so wurden die tapferen Lindower dennoch mit Applaus aus dem Cup verabschiedet.

Der Favorit aus Niedersachsen begann furios, zog früh davon und ließ im ersten Abschnitt nur sieben Punkte der Gastgeber zu. Lindow-Gransees Volleyball-Chef Frank Seeger, der seine Sirene an diesem Abend nur sehr sparsam einsetzen konnte, schwante Böses: „Die machen richtig ernst, wahrscheinlich wollen sie schnell nach Hause.“ Vor allem MVP und Grizzlys-Kapitän Hauke Wagner setzte mit starken Aufschlagserien Maßstäbe. Und so war es auch für Giesens israelischen Trainer Itamar Stein eine gelungene Rückkehr nach Gransee: „Es war schön wieder hier zu sein. Wir kennen Gransee ja aus der 2. Liga. Einmal haben wir hier 0:3 verloren – das war nicht so schön. Aber heute wollten wir nicht die Überraschung sein.“ In der Saison 2017/18, dem Giesener Aufstiegsjahr, hatten sich beide Teams zuletzt gegenübergestanden.

Die Vorzeichen waren damals nicht so deutlich wie diesmal. Denn die Lindower sind nach einem Umbruch im Sommer noch in der Findungsphase und noch dazu vom Verletzungspech verfolgt. Unter diesen Umständen war auch SVLG-Coach Peter Schwarz mit der Darbietung seiner Jungs zufrieden. „Wir haben uns mit jedem Satz gesteigert, auch wenn im dritten der Aufschlagsdruck bei Giesen etwas nachgelassen hat. Wir sind fast bis 20 gekommen, das ist doch auch schon was wert“, sagte der Trainer. Den Anteil der Fans an diesem dennoch denkwürdigen Volleyball-Abend wollte Schwarz nicht unter den Tisch fallen lassen: „Wenn man uns bei einem Rückstand von zehn Punkten immer noch so anfeuert, ist das ein riesen Dankeschön wert.“

Im zweiten Satz hatten sich die Lindower schon etwas besser eingegroovt. Beim Stand von 6:7 war man kurzzeitig nochmal dran am Bundesligisten, ehe der wieder die Zügel anzog. Im dritten Durchgang konnte man den Abstand immerhin auf einem erträglichen Maß halten. „Wir wissen, wo die Schwachstellen sind. Die werden an so einem Tag einfach noch einmal deutlicher“, resümierte Schwarz. „Die Jungs hatten Spaß, das Publikum hatte Spaß. Es war eben auch nicht verbissen.“ Und so feierten die Lindower bis zum Schluss jeden Zähler wie einen Satzgewinn. „Auch im ersten Satz haben wir uns jeden Punkt, den wir gemacht haben, hart erkämpft“, fand der Lindower Coach, der die Pokalpartie auch für ein paar Personalrochaden nutzte. Eric Stadie kam erneut auf der Liberoposition zum Einsatz. Niklas Rudolf, der wertvollste Lindower, rückte auf Außen. „Dafür hatten wir ihn tatsächlich sogar ursprünglich geholt“, bemerkte Peter Schwarz. „Die ganze vermeintliche Misere bietet auch neue Chancen – und die versuchen wir jetzt zu ergreifen.“

Text und Bilder: © Christoph Brandhorst

Märkische Allgemeine Zeitung

wir stehen im Pokal-Achtelfinale

Beim VC Bitterfeld-Wolfen gelingt den Volleyballern des SV Lindow-Gransee ein überzeugender Pokal-Sieg. In der nächsten Runde wartet nun ein echtes Highlightspiel.

Nach der Zweitliga-Meisterschaft in der Vorsaison und einem großen Umbruch vor der laufenden Volleyball-Spielzeit wussten die Verantwortlichen des SV Lindow-Gransee, dass man in diesem Jahr kleinere Brötchen am Netz bäckt. Auch Peter Schwarz hinterfragte sich selbst: „Eine gute Saison in der 2. Liga ist unser Ziel – es ist letztlich aber egal, ob man Fünfter, Sechster oder Siebter wird, so lange wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben.“

Für den SVLG-Trainer stand fest, dass der Einzug ins Achtelfinale des DVV-Pokals ein großes Highlight sein könnte. Am Samstagabend erfüllte sich sein Wunsch – dank eines deutlichen 3:0-Erfolges beim VC Bitterfeld-Wolfen stehen die Grün-Weißen in der Runde der letzten 16 vom Cup-Wettbewerb des Deutschen Volleyball-Verbandes. Dort begrüßt man in der heimischen Granseer Dreifelderhalle am 6. November den Erstliga-Vertreter HELIOS Grizzlys Giesen.

Als „eine geile Sache“ bezeichnete Schwarz das Ticket für das Duell mit den Niedersachsen, die seit der Saison 2018/19 im Oberhaus aktiv sind, zuvor aber sogar direkter Ligakonkurrent des SVLG in der Nordstaffel der 2. Bundesliga waren. „Wir haben uns diesen Höhepunkt sauber erarbeitet“, resümierte Schwarz. Nur eine Woche nach der klaren 0:3-Niederlage – ebenfalls gegen die BiWo’s, ebenfalls in der Bitterfelder Brauereiturnhalle – zeigten die Gäste, dass man in vielen Bereichen seine Hausaufgaben gemacht hat. „Wir haben in der Liga nicht absichtlich verloren, auch da waren es schon enge Sätze. Im Spielelement Block hatten wir dagegen versagt, das konnten wir diesmal überragend lösen“, lobte der Coach seinen Sechser.

Überraschend wirkte Kapitän Eric Stadie bei den Lindowern als Libero mit auf der Platte – zuletzt fehlte der eigentliche Außenangreifer noch mit Problemen am Sprunggelenk. „Er ist noch nicht wieder fit, ohne Sprünge aber spielfähig“, verriet Schwarz. Stadie gab seinem Team, welches in der Verteidigung hochkonzentriert agierte und den Hausherren so schon im ersten Durchgang schnell den Zahn zog, die notwendige Sicherheit. Wie die Feuerwehr, sagte der Trainer, legten die Gäste los: „Wir waren konsequent, haben mehrere Ausrufezeichen gesetzt und vorgegeben, wo die Reise heute hingeht.“

25:16 hieß es zum Ende des ersten Satzes für den SV Lindow-Gransee, der auch den zweiten Durchgang mit dem dritten Satzball für sich entschied – 25:23. Im dritten Spielabschnitt war Mitte des Satzes „der Wurm drin, wir haben aber selbst wieder aufdrehen und das Spiel mit 25:22 sicher ins Ziel bringen können. Manchmal gerät man durch Fehler des Gegners auf die Siegerstraße, dieses Mal waren wir einfach stark. Ich bin stolz auf die Leistung“.

Folgerichtig sind die Lindower Wölfe Anfang November Gastgeber für Erstligist Giesen. Ins Duell mit den Grizzlys gehen die Grün-Weißen als krasser Außenseiter, doch Peter Schwarz weiß: „Ein 0:3 wäre kein Weltuntergang, ein Satzgewinn nur dann drin, wenn wir auf Meisterschaftsniveau wären.“

Text: © Marius Böttcher

Märkische Allgemeine Zeitung

Bild: © Danny Pockrandt


Erster Heimsieg

Am Samstagabend, den 2. Oktober um 19.43 Uhr war es endlich soweit: Als der Aufschlag des VCO Berlin im Aus einschlug, war der erste Heimsieg der Zweitliga-Volleyballer des SV Lindow-Gransee in der Nordstaffel der Saison 2021/22 perfekt. Nach zuvor zwei Pleiten in der heimischen Dreifelderhalle gewannen die Lindower mit 3:1 (25:15, 20:25, 25:15, 25:19) gegen die Hauptstädter. Dementsprechend groß war die Freude nach dem dritten Matchball – auf der Platte und den Rängen. „Wir sind über die Mentalität gekommen und haben so das Spiel gewonnen“, sagt SVLG-Trainer Peter Schwarz, der mit seinem Team unter der Woche nicht nur im technisch-taktischen Bereich arbeitete, sondern auch „in den Kopf seiner Spieler eintauchte“.

Als Konsequenz belohnten sich die Hausherren ab Satz eins bei jedem gewonnenen Punkt mit einer „Jubeltraube“, zogen sich immer wieder hoch und motivierten sich. „Es ist schön, dass wir auch endlich zu Hause gewinnen konnten“, sagt Zuspieler Adrian Klooss, der nach der Partie als wertvollster Spieler seines Teams ausgezeichnet wurde. „Wir waren alle vom Kopf her da und wollten den Sieg einfach mehr als der Gegner.“ Dabei dominierten die Gastgeber in Satz eins das Spielgeschehen vor rund 100 Zuschauern, setzten sich nach der erstmaligen Führung von 5:4 entscheidend ab und sicherten sich diesen Durchgang – 25:15. „Da haben wir das Selbstverständnis an den Tag gelegt, was wir in unseren Heimspielen haben müssen“, so der SVLG-Coach.

Nach einem Rückschlag und dem verlorenen Satz zwei (20:25) drehten die Gastgeber mit Unterstützung von Maskottchen „Liwo“ in der Folge auf, gewannen die Sätze drei sowie vier und feierten erstmalig mit den Anhängern in dieser Saison einen Heimsieg. Mit nun sechs Zählern auf dem Konto stehen die Grün-Weißen auf Tabellenplatz sechs. „Wir haben über weite Strecken nicht schön gespielt, aber die drei Punkte geholt“, meint SVLG-Mittelblocker Niklas Rudolf. Die Wölfe bestreiten bereits am Sonnabend das nächste Heimspiel, erwarten dann TuS Mondorf. Da müssen die Gastgeber dann aber eine Schippe gegen den ungeschlagen Tabellendritten drauflegen.

Die Personalplanungen sind in Lindow indes noch nicht abgeschlossen. Immerhin finden sich nur elf Spieler im Kader des amtierenden Meisters wieder. „Da hätten wir schon noch Luft. Aber derzeit ist nichts auf dem Markt. Ich habe da schon sämtliche Drähte angezapft“, sagt SVLG-Vereinschef Frank Seeger. „Da ist aktuell keine Verstärkung in Sicht. Wir hoffen, dass im Winter auch unsere verletzten Spieler zurückkehren. Wir sind aber generell nicht abgeneigt, noch etwas im Angriff zu machen, wenn sich denn Qualität anbietet.“ Der Vereinschef ist aber erstmal froh, dass der Heimfluch beendet ist und die ersten drei Heimpunkte auf das Konto der Lindower wanderten.

© Matthias Schütt

Märkische Allgemeine Zeitung

Nervosität auf der heimischen Platte

Volleyball-Zweitligist SV Lindow-Gransee verliert gegen den SV Warnemünde glatt mit 0:3

Eine volle Kulisse in der heimischen Granseer Dreifelderhalle. Lautstarke Unterstützung von den Rängen und Jubel bei jedem gewonnenen Punkt. Normalerweise würde sich jede Mannschaft darüber freuen. Doch bei Volleyball-Zweitligist SV Lindow-Gransee ruft das in der Spielzeit 2021/22 scheinbar eine gewisse „Nervosität“, so SVLG-Trainer Peter Schwarz, bei den eigenen Spielern hervor. Am Sonnabend verlor der amtierende Zweitliga-Meister auch das zweite Heimspiel und unterlag dem SV Warnemünde im Schnelldurchlauf mit 0:3 (16:25, 21:25, 21:25). Damit kassierten die Wölfe erstmalig seit Oktober 2019 wieder zwei Heimniederlagen in Folge. „Wenn wir geil spielen, gewinnen wir mit 3:0 in Schüttorf. Sind wir nervös, verlieren wir 0:3 zu Hause“, resümierte Schwarz nach der Partie, die nach gerade einmal 77 Spielminuten entschieden war.

Da nutzten die Warnemünder den dritten Matchball, die einseitige Partie in der SVLG-Heimspielstätte war schon beendet – zum Frust der Hausherren und der rund 150 Zuschauer. „Die Mannschaft hatte einfach Respekt vor den eigenen Fans, wollte besonders gut aussehen“, sagte Schwarz. Doch das genaue Gegenteil war der Fall. Die Warnemünder nutzten konsequent jeden Fehler des Gegners aus und sammelten Punkt um Punkt. „Wir sind selbst überrascht, dass es streckenweise so deutlich wurde“, sagte SVW-Kapitän Jan-Philipp Krabel, der einst für Lindow-Gransee spielte.

Schon in Satz eins dominierten die Gäste, setzten sich nach einem zwischenzeitlichen 9:9 ab, bauten den Vorsprung mit zwei starken Serien aus und holten Abschnitt eins mit 25:16. „Wir hatten noch teilweise Absprache- und Kommunikationsschwierigkeiten in der Annahme und im Zuspiel“, meinte SVLG-Diagonalangreifer Lukas Hebling, der nach dem Match als wertvollster Spieler seiner Mannschaft ausgezeichnet wurde. Die Fehlerkette zog sich wie ein roter Faden auch durch Satz zwei. Dort lagen die Hausherren nach schwachem Beginn bereits mit 5:11, 8:17 und 11:19 hinten. Doch zumindest kämpften die Grün-Weißen, blieben phasenweise ohne Fehler und glichen zum 21:21 aus. Doch in der Folge leisteten sich die Grün-Weißen wieder Unkonzentriertheiten im Angriffsspiel und verloren diesen Durchgang mit 21:25. „So langsam wird man etwas eingeordnet“, schätzte SVLG-Mittelblocker Niklas Rudolf nach der Heimniederlage ein.

Denn die Fehler aus den ersten beiden Durchgängen setzten sich auch im dritten Durchgang fort, wo vor allem die Abstimmungsprobleme zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen deutlich wurden. „Wir müssen uns einfach in die Saison reinarbeiten“, betonte Rudolf. Bereits unmittelbar nach der Partie werteten Schwarz und SVLG-Vereinschef Frank Seeger die Niederlage gemeinsam aus. „War das ein starker Gegner aus Warnemünde oder haben wir Schwierigkeiten“, fragte Schwarz selbst, der dazu eine klare Meinung hat: „Wir haben zu Hause eine gewisse Nervosität.“ Nach nun zwei Heimniederlagen in Folge gilt es, diese Negativserie schnell zu beenden. Die nächste Chance dazu hat das SVLG-Team bereits am kommenden Sonnabend, wenn der VCO Berlin seine Aufwartung in Gransee macht. Dann gilt es, die (Heim-)Nervosität endlich abzulegen.

© Matthias Schütt

Märkische Allgemeine Zeitung

1:3 Niederlage zum Auftakt

Im Derby gegen PSV Neustrelitz verlieren die Hausherren trotz 1:0-Satzführung noch mit 1:3. Für den SVLG geht es darum, sich nach dem Umbruch als Team zu finden und einzuspielen. Beide Mannschaften durften erstmalig wieder vor lautstarker Kulisse auftreten.

Aus! Als der letzte Ball von Lukas Hebling, Diagonal-Angreifer des SV Lindow-Gransee, neben dem Spielfeld landete, stand Volleyball-Zweitligist PSV Neustrelitz am vergangenen Samstagabend als Sieger des MV-Brandenburg-Derbys fest und feierte im weißen Jubelkreis auf der Platte. Da realisierte ein Großteil der Lindower in den grünen Jerseys auf der gegenüberliegenden Seite die Niederlage. Am ersten Spieltag in der Nordstaffel setzten sich die Residenzstädter mit 3:1 (17:25, 25:10, 25:23, 25:14) durch und revanchierten sich gleichzeitig für die beiden Niederlagen in der Vorsaison. Da verlor der PSV mit 0:3 und 2:3. Da auch das Pokalduell vor zwei Jahren mit 3:1 an den SVLG ging, schafften die Neustrelitzer nun Historisches und gewannen erstmalig ein Pflichtspiel gegen die Brandenburger.

„Am Ende war es eine Kopfsache“, resümierte PSV-Trainer Jonathan Scott. „Wir haben uns in die Partie reingearbeitet.“ Dabei fanden die Hausherren – im Kader des Meisters aus dem Vorjahr gab es einen größeren Umbruch in der Sommerpause – besser in das Auftaktmatch und konnten sich den ersten Abschnitt souverän holen. Mit 25:17 gewannen die Granseer diesen Durchgang. „Wir haben dann aber in der Folge zu viele individuelle Fehler gemacht“, sagte SVLG-Trainer Peter Schwarz.

Auf der anderen Seite kamen die Residenzstädter von Situation zu Situation besser in die Partie und drehten ab Satz zwei richtig auf. Sehr zur Freude des mitgereisten Anhangs. „Es macht wahnsinnig Spaß, vor so einer Kulisse zu spielen“, sagte Scott. „Die Fans hatten sicherlich ihren Anteil am Auswärtssieg.“ Das sah auch PSV-Spieler Maximilian Auste so: „Es war eine komplette Reizüberflutung.“ Immerhin fanden die vergangenen Partien coronabedingt nur als „Geisterspiele“ statt.

Die Neustrelitzer nutzten in der Folge die Fehler der Hausherren eiskalt und dominierten die Sätze nach Belieben. „Wir wollten über Annahme-Aufschlag zum Erfolg kommen. Das ist uns aber nicht gelungen“, sagte der SVLG-Coach. „Da hat es der PSV ab Satz zwei besser gemacht als wir.“ Der Lohn der Mühe waren für die Neustrelitzer die ersten drei Punkte und die Tabellenführung der Saison, während die Lindower mit leeren Händen dastanden und der Erkenntnis, dass „wir einfach noch mehr gemeinsame Trainingseinheiten und Spiele brauchen, um uns zu finden“, so SVLG-Mittelblocker Paul Boock. Die nächste Gelegenheit dazu hat man in der Trainingswoche und im Auswärtsspiel am Sonnabend beim FC Schüttorf (18 Uhr/Vechtesporthalle).

© Matthias Schütt

Märkische Allgemeine Zeitung